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Donnerstag, 28. Juni 2012

Wir mögen Fußball...


Ich präsentiere, ein Gastbeitrag meiner Schwester! Ich konnte diese herzergreifende Geschichte einfach nicht unveröffentlicht lassen:

Ort X. Grabesstille. Einige Studenten lassen ihre Wut im Garten des Wohnheims an einem harmlosen Gartenstuhl ab. Er zerbricht unter einem traurigen Ächzen und Knirschen, als würde er versuchen noch mit seinem letzten Atemzug auf die Sinnlosigkeit seines Leidens hinzuweisen. Eine Wasserflasche fliegt gegen die Hauswand und zerspringt in tausend Stücke. Kurzes Gebrüll.

Es beginnt als leiser Ton in der Ferne und kommt immer näher. Ein fröhliches, lautes Geräusch im starken Kontrast zur aggressiven Stille. Ein Hupen eines dunklen Kleinwagens in der Nacht. „NöööööppNööööpNöpNöpNöpNöp!“ Ein Schrei aus dem geöffneten Autofenster. Pure Freude. Euphorie. 

Ein Schrei gellt von der Terrasse der Studenten-WG, auf der vor wenigen Minuten noch so ausgelassen getrunken und gegessen wurde: „Ach halt endlich deine scheiß Fresse du Arsch!!!“ Das Hupen verklingt in der Nacht. Doch er wird wieder kommen. Der einsame Italiener auf seinem Siegeszug durch die einsamen Straßen von Ort X


:D

Montag, 25. Juni 2012

Viele bunte Pillen

Mir geht es gut!
Die Männer im weißen Kittel sind nett zu mir,
die bunten Pillen schmecken lecker,
aber...
Warum bin ich ans Bett gefesselt?





Wenn ich mal Zeit habe (haha), fotografiere ich nämlich auch mal ganz gerne. Und da mich gerade eine nette Erkältung kurz vor den Klausuren in die Knie zwingt, passt diese ältere Fotoserie doch recht gut, oder? :)

Dienstag, 19. Juni 2012

Ein Mokona entsteht- Teil 2

Aus Teil 1 bleibt in Erinnerung: Ein zusammengeknülltes Etwas mit hellen Fäden, die angeblich ein Gesicht darstellen sollen. Tatsächlich war es gar nicht so einfach, dem Tierchen ein Lächeln zu verpassen- schließlich macht es den ganzen Charakter aus. Symmetrie? Wird überbewertet. Ein wenig.
Gewendet und mit Watte gefüllt sieht das Knäul aber schon fast wie ein Häschen aus!

Kein-Bein-Mokona- andere machen mit so etwas ein Vermögen!

Arme und Beine- schon wieder Symmetrie! Zwischendurch war die Verlockung da, ein Picasso-Mokona zu nähen (damit verdienen andere noch viel mehr Geld als mit Kein-Bein-Mokonas!). Irgendwann war aber auch das geschafft. Noch rosa Wangen aufgeklebt, ein grünes (individuell!) Steinchen auf die Stirn gepatscht und natürlich das Ohr gepierct- fertig ist mein erstes Kuscheltier seit 15 Jahren! :)


Zwei-Bein-Mokona ;)

Auch wenn es an einigen Stellen ein wenig schief ist- etwas stolz bin ich trotzdem. :) Auch Chibithulhu hat Freundschaft mit dem Manga-Ding geschlossen:

Sind sie nicht herzallerliebst?!

Inzwischen ist Mokona in seiner neuen Heimat angekommen, mein Wichtelkind mag es leiden und so hat sich jede Sekunde der Arbeit voll und ganz gelohnt! :)

Ein Mokona entsteht- Teil 1

Problematisch bei Geschenken ist immer, dass sie häufig eine Art "Pflicht" hervorrufen- wäääh, nun hat xyz mir etwas geschenkt, nun muss ich auch was schenken. Schade drum. Wenn ich Spontangeschenke mache, erwarte ich nichts zurück- ich freue mich genug, wenn es dem Beschenkten gefällt. :)

Beim Wichteln hat sich dies zum Glück erledigt- jeder schenkt jedem, Geldbetrag steht, Wunschliste vorhanden- Ich bin dabei! :) In diesem Post möchte ich die Entstehung eines Teils von meinem Wichtelpaket vorstellen. Mein Wichtelkind hatte in seinem Steckbrief unter anderem seine Sympathie gegenüber dem schwarzen "Mokona Modoki" geäußert- ein Hasen-ähnliches Tier aus einem Anime. In meinem jugendlichen (*hust*) Wahnsinn beschloss ich, ein Mokona-Kuscheltier zu nähen. Zuletzt habe ich in der 5ten Klasse etwas genäht. Schon ein Weilchen her.

Der Stoffkauf
Man kann es sich kaum vorstellen, aber... ein Abenteuer! Ganz cool ins Geschäft gehen, einen professionellen Blick aufsetzen und als die nette Dame fragt, ob sie helfen kann, hilflos stottern: "Ja, also eh, ich bräuchte einen schwarzen Kuschelstoff für ein Kuscheltier, also nicht so glatt, aber auch kein Fell und ähja...". Sie wusste zum Glück, was ich wollte. :D Nächster Spaß an der Kasse- was kostet denn so ein Stück Stoff eigentlich? Oh... Mit Karte zahlen? Geht nicht. Ähm, ja... Schnell Geld vom Freund geschnorrt und mit der Trophäe das Geschäft verlassen!

Die Nähmaschine
Wurde extra von Mama importiert. Schon bei der Einweisung fing sie allerdings mit qualmenden Fußpedal an, sich selbstständig zu machen. Also Plan B.

Schnittmuster
Die wunderbare Anleitung habe ich von katrinkleeblatt *klick*. Ich habe diese per Suchmaschine gefunden und dann festgestellt, dass ich mit der Erstellerin schon Kakao-Karten getauscht habe- klein ist die Welt.

Es geht los!
Per Hand nähen ist sowieso sicherer. ;)
Aber zunächst alle Teile mit Pastellkreide aufmalen und mit einer großzügigen Nahtzugabe (eine Weise Entscheidung wie sich noch zeigen wird) von 1-2 cm ausschneiden.


Der Stoff fusselt wie bekloppt und in Kürze war meine ganze Wohnung voller schwarzer Fellfussel- waaaaaaaah!
Als ich anfing die Stücke zusammen zu nähen, zeigte sich der Wert der Nahtzugabe. Egal wie toll ich alles mit Stecknadeln fixierte, eine Seite verrutschte immer und aus 2 cm wurden 2 mm- narf!

Drei-Bein-Mokona
Die aufmerksamen Leser werden bemerkt haben, dass hier ein Beinchen zu viel auf dem Tisch liegt. Bein 1 und Bein 2 waren leider trotz aller Mühe so unterschiedlich, dass noch ein Bein 3 her musste.

Monster! Alien! Ding!
Die Füße haben mich wirklich fertig gemacht. Eigentlich sollte man diese an die Aussparungen auf der Vorderseite nähen- unmöglich. Nach einer halben Stunde feststecken, wieder lösen, anders dran friemeln, lösen, habe ich mich für Plan C entschieden. Fußlöcher mit Fellresten schließen und die Füße am Schluss befestigen.

Wie das Plüschtier dann aussieht, seht ihr in Teil 2. :)

Und dann gibt es Kuchen!

Seit dem letzten Post hat sich die Leseranzahl hier verdoppelt- Herzlich Willkommen an alle Neuen! Ich nehme an, das schwarze Forum ist nicht ganz unschuldig. ;)
Zur Feier des Tages und die zweistellige Leserzahl: Kuchen für alle!


Von oben nach unten:
- Zupfkuchen Muffins
- Mini-Schokotorte
- meine geliebte Erdbeer-Mascarpone-Torte

Lasst es euch schmecken! :)



Donnerstag, 14. Juni 2012

(WG)-Chemie für ahnungslose Dummköpfe

"Und diesen ganzen Wust soll man bei entsprechender Betrachtung schrittweise und - mit angemessenem Engagement - nachvollziehbar strukturieren und sogar behalten können? Glaub ich nicht. Kann man nicht."

Yeah! Woher kennt die Frau Standhartinger, K. mich? Ich meine, Chemie mag ja interessant sein, wichtig sowieso, keine Frage. Ich habe es allerdings nach der elften Klasse erfolgreich abgewählt, worauf mein Studium leider keine Rücksicht nimmt. Zugegeben, Lebensmittelchemie hätte ich nicht machen müssen... Aber nach dem letzten Stresssemester war mir dieses scheinbar zu langweilig, vielleicht ist es auch purer Masochismus, keine Ahnung, warum ich mir das jetzt antue.
"Organische Chemie für Ahnungslose" trifft jedenfalls vom Titel her genau meinen Nerv, dazu gab es noch "Chemie für Ingenieure für Dummies" (da steht das I-Wort im Titel, also kann man sich dabei fast kluck vorkommen). Hätte es ein Buch mit dem Titel "Chemie für gar nichts kapierende Vollidioten die ihren Abschluss eigentlich nicht verdient haben" gegeben- ich hätte es ausgeliehen und nie wieder hergegeben! Drei Wochen bis zur totalen Demütigung Prüfung, wünscht mir Glück!

Meine Modulwahl mag nicht die beste sein, aber zumindest eine Sache habe ich richtig gemacht. Zu Beginn meine Studiums habe ich gesagt "Ich ziehe eher unter eine Brücke als in eine WG!". Da die Mieten meiner Studienorte recht günstig sind, musste ich zum Glück nicht die Brücke wählen. So hocke ich selbstzufrieden in meiner Wohnung und genieße die WG-Dramen der anderen. Jaaa, WGs sind ja viel günstiger, man kann sich mit dem Putzen abwechseln, nicht so viel Arbeit, abends gemütlich zusammen sitzen, immer jemand da der helfen und tratschen kann, ab und an mal ne WG-Party, gemeinsam kochen- klingt doch toll!
Realität (alles aus Erfahrungsberichten von Freunden):

1. Lärm
Türenknallen um 5 Uhr morgens, zwei Stunden später der Staubsauger. Jede Nacht Party, Telefongespräche die man durch drei Wände durch hört. Besuche von 10 oder mehr Leuten, die "heute Abend vorbeischauen", müssen nicht vorher angekündigt werden. Fragen ob am nächsten Tag eine Prüfung ansteht oder Kostenbeteiligung an Ohropax? Fehlanzeige.

2. Putzen
Bwahahahahahahaha! Der war gut!

3. Haustiere
Am liebsten in Form kleiner Schimmelpelztierchen im Kühlschrank. Die labbrigen Möhrchen mit den lustigen Flecken, die seit Monaten im Kühlschrank liegen? Gehören keinem, wurden herzlos ausgesetzt.
Einige Mitbewohner schaffen Meisterleistungen, indem sie einen Teppich auf dem restlichen Kaffee in der Kanne züchten (wtf???). Schöner wird es dann natürlich, wenn die eigene Maschine von anderen benutzt und nicht gereinigt wird- und nach dem Urlaub ist der Pelz durch die ganze Kaffeemaschine gewachsen.

4. Bad
Haare. Hinterlassenschaften auf der Klobrille. Klobürste? Wassndas? Lüften nach einer Saunadusche? Wozu, der Schimmel an den Wänden bringt doch neue Farbe in die triste Badlandschaft!

5. Mitbewohner
Ihr denkt ihr habt eine neue Mitbewohnerin? Falsch. Ihr habt zwei. Ihr Freund wohnt jetzt nämlich auch da! Zumindest an 4-7 Tagen in der Woche.

6. Müll
Stapeln ist angesagt! In den Eimer geht noch was rein! Die Obstfliegen gehören da hin, quasi Haustiere! In den gelben Sack kommen Sachen die gelb sind- also auch Käse und gelbe Putzlappen. Oder?

Nun kann man sagen: Jaaaa, Wohnheim-WGs, ist ja gaaaaanz was anderes, ich ziehe mit meiner allerallerbesten Freundin zusammen! Den Fall kenne ich auch. Die beiden reden heute übrigens kein Wort mehr miteinander.

Fazit: Nur was für Leute denen eh alles egal ist oder die nach ausführlichen Gesprächen in etwa gleiche Vorstellungen wie ihre Mitbewohner haben.